Windows 11: Probleme und Lösungen beim Umstieg


Seit der Veröffentlichung im Oktober 2021 kämpft Windows 11 mit Kinderkrankheiten. Neben entfallenen Funktionen und happigen Systemanforderungen gibt es immer wieder Kompatibilitätsprobleme, die den Umstieg verhindern oder nach dem Umstieg für Windows-11-Probleme sorgen. COMPUTER BILD liefert Hinweise und Lösungen zu allen Windows-11-Komplikationen. Aktuell warnt Microsoft vor Datenverlust auf bestimmten Windows-Geräten!



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Schon bei der ersten Windows-11-Version von Oktober 2021 gab es zahlreiche, von Microsoft bestätigte Probleme. Zwar hat der Hersteller das Update längst endgültig freigegeben, doch nicht alle Kinderkrankheiten sind vollständig geheilt, neue Probleme kamen hinzu. Alle 21H2-Probleme und Lösungen finden Sie hier:

Datenverlust bei neuen CPUs

Mit den Windows-11-Systemanforderungen setzt Microsoft seit 2021 moderne Prozessoren ab Intels 8. Generation, AMDs Zen-2-Linie und der Qualcomm-Serie 7 voraus und sorgte damit für viel Frust unter Besitzern und Besitzerinnen älterer Windows-10-Geräte, die die Hürden bislang immerhin umgehen können. Zu neu darf die verbaute CPU aber offenbar auch nicht sein: Wie der Konzern aus Redmond (US-Bundesstaat Washington) kürzlich in einem Support-Dokument einräumte, droht bei bestimmten neueren Prozessoren Datenverlust. Betroffen sind demnach “Windows-Geräte, die den neuesten Vector-Advanced-Encryption-Standard-Befehlssatz (AES, VAES) unterstützen”, der für Verschlüsselungen zuständig ist. COMPUTER BILD verrät in einem separaten Artikel, welche Prozessoren betroffen sind.
Lösung: Stellen Sie sicher, dass auf Ihrem PC das am 23. Juni 2022 erschienene Vorschau-Update KB5014668 oder das am 12. Juli 2022 veröffentlichte Sicherheits-Update KB5015814 installiert ist. Dazu öffnen Sie die Windows-Einstellungen und klicken auf Windows Update, danach auf Updateverlauf und durchsuchen die Liste nach den entsprechenden Bezeichnungen. Ist keines der Updates verfügbar, klicken Sie oben erneut auf Windows Update, gegebenenfalls auf Jetzt nach Updates suchen und auf Jetzt herunterladen.

Startmenü streikt

Seit Microsoft im Juni 2022 das Vorschau-Update KB5014668 veröffentlichte, klagten User vermehrt über Probleme mit dem Startmenü. Mal ließ sich das Menü nicht ein- oder ausblenden, mal startete der Rechner ständig neu. Mit dem im Juli automatisch verteilten Sicherheits-Update KB5015814 und der Juli-Patchvorschau KB5015882 verbreitete sich der Bug weiter und fand immer mehr Opfer.
Lösung: Microsoft hatte den fehlerhaften Patch zwar am 22. Juli 2022 per Known Issue Rollback (KIR) zurückgerufen, konnte damit jedoch offenbar nicht alle betroffenen Geräte reparieren. Mit dem am 9. August 2022 verteilten Sicherheits-Update KB5016629 wird das Problem schließlich behoben und das Startmenü repariert. Wie Microsoft in den Versionsinfos verrät, könnte es jedoch weiterhin bestehen, wenn ein früheres Sicherheits-Update – etwa KB5015814 – installiert wurde. In diesem Fall soll es helfen, das oben genannte Known Issue Rollback in den Gruppenrichtlinien unter Computer Configuration -> Administrative Templates -> KB5014668 220721_04201 Known Issue Rollback -> Windows 11 (original release) auszulösen. Da die Home-Version von Windows 11 diese Funktion nicht besitzt, bleibt Ihnen hier nur die Deinstallation des schadhaften Updates. Dazu klicken Sie in den Windows-Einstellungen unter Windows Update auf Updates deinstallieren und dann zum Beipiel doppelt auf KB5015814 beziehungsweise KB5014668. Anschließend führen Sie das Windows-Update erneut durch und erhalten im Beispiel das August-Update KB5016629 oder ein neueres.

XPS-Viewer macht Zicken

XPS ist Microsofts Antwort auf Adobes Dokumentenformat PDF und wird unter Windows im Programm XPS Viewer geöffnet. Wie COMPUTER BILD berichtete, gibt es dort Probleme beim Öffnen von Dateien in nicht englischer Sprache. Schuld ist das im Juni veröffentlichte Update KB5014668, das unter anderem die neuen Such-Highlights enthielt. Auch unter Windows 10 ist das Problem bekannt – dort wurde es zuerst mit dem Vorschau-Update KB5014666 eingeschleust. Betroffene erhalten beim Versuch nur die Fehlermeldung “Diese Seite kann nicht angezeigt werden” oder der XPS-Viewer reagiert nicht mehr und bremst Windows mit einer hohen Prozessorlast aus. Betroffen sind jedoch nur Personen, die den XPS-Viewer selbst aus dem Microsoft Store überspielt haben – in Windows 11 ist er nicht mehr vorinstalliert.

Lösung: Microsoft arbeitet derzeit an einer Fehlerbehebung und will diese mit einem kommenden Update ausliefern.

sihost.exe bremst Windows 11 aus

Schon häufiger klagten Windows-11-User über Performance-Einbußen und eine hohe CPU-Auslastung, etwa im Zusammenhang mit AMD-Prozessoren, siehe weiter unten. Nach der Beseitigung bislang bekannter Ursachen, berichtet Windows Latest jetzt über zunehmende Klagen in Microsofts Feedback Hub. Demnach sorgt der Prozess sihost.exe für hohe Spitzen bei der CPU-Last, die den PC ausbremsen. Bei sihost.exe handelt es sich um eine Kernkomponente von Windows namens “Shell Infrastructure Host”, die sich unter anderem um die Anzeige des Startmenü-Layouts, die Transparenz der Taskleiste und andere grafischer Effekte der Benutzeroberfläche kümmert.
Lösung: Microsoft hat das Problem mit dem Update KB5016700 bestätigt und bereits adressiert. Der Patch steht bislang jedoch nur Beta-Testern des Windows-11-Insider-Programms zur Verfügung, wo es das nächste Windows 11 22H2 auf die Versionsnummer 22621.450 oder 22622.450 anhebt. Der Patch erscheint somit wohl spätestens im Oktober 2022 mit dem nächsten Funktions-Update. Da das Update laut Windows Latest funktioniert, ist eine frühere Freigabe wahrscheinlich.

Erneut Probleme mit Outlook

Bereits im Januar 2022 gab es unter Windows 11 Probleme mit der Outlook-Suche, siehe weiter unten. Offiziell hatte Microsoft diese mit dem Anfang Februar veröffentlichten Update KB5010386 behoben, doch Ende Juli 2022 räumte der Konzern erneute Outlook-Probleme ein. Demnach übersah die Suchfunktion des Programms neuere E-Mails, die in POP- und IMAP-Postfächer lagern – genauso wie beim ursprünglichen Fehler.
Lösung: Nachdem Microsoft zunächst einen temporären Workaround empfahl, wurde der Fehler mit der am 21. Juli 2022 veröffentlichten Update-Vorschau KB5015882 gefixt. Um das bislang nur optional erhältliche Update zu installieren, klicken Sie in den Windows-Einstellungen auf Windows-Update und Nach Updates suchen sowie beim Eintrag KB5015882 auf Herunterladen und Installieren.

.NET Framework: Bug ließ Apps abstürzen

Seit der Veröffentlichung des Updates KB5013943 am Mai-2022-Patchday ließ ein Fehler in der Laufzeitumgebung .NET Framework reihenweise Apps abstürzen. Das Problem ist schon älter und wurde durch das optionale Update KB5012643 ausgelöst. Wie Microsoft in der Fehlerbeschreibung ausführte, hatten Apps, die bestimmte Komponenten von .NET Framework 3.5 nutzen – etwa Windows Communication Foundation (WCF) und Windows Workflow (WWF) – Probleme wie Abstürze oder starteten erst gar nicht.
Lösung: Microsoft hat das Problem am 19. Juli 2022 behoben. Auf betroffenen Geräten erscheint demnach automatisch die Windows-Problembehandlung, die das Problem fixt. Auf Firmengeräten klappt das nicht; dort steht ein Workaround bereit, mit dem Sie .NET Framework reinitialisieren. Das klappt auch per Eingabeaufforderung:
  1. Tippen Sie cmd in die Windows-Suche.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung.
  3. Klicken Sie auf Als Administrator starten.
  4. Tippen Sie folgende Befehle gefolgt von der Eingabetaste ein:
  • dism /online /enable-feature /featurename:netfx3 /all
  • dism /online /enable-feature /featurename:WCF-HTTP-Activation
  • dism /online /enable-feature /featurename:WCF-NonHTTP-Activation

Fehlermeldung der PowerShell

Nach der Installation des am 14. Juni 2022 veröffentlichten Updates KB5014697 sowie späterer Updates klagten Nutzerinnen und Nutzer der Windows-PowerShell über Fehlermeldungen wie “The password supplied to the Desired State Configuration resource is not valid”. Ursachen waren Probleme bei der Behandlung verschlüsselter Anmeldedaten in der PowerShell.
Lösung: Das Problem wurde ab dem 12. Juli 2022 mit dem automatisch verteilten Update KB5015814 behoben, das wiederum Probleme mit dem Startmenü und Bootschleifen auslöste (siehe oben).

Optionales Update stört Windows-11-Upgrade

Am 23. Juni 2022 veröffentlichte Microsoft das optionale Update KB5014668, das die neuen Such-Highlights in Windows 11 nachrüstete und einige Windows-Fehler behob. Wie sich herausstellte, bereitete das Update in einigen Fällen Probleme und ließ sich nicht installieren. Das hat auch Auswirkungen auf Windows-10-User, die das Upgrade auf Windows 11 durchführen. Ist das Update KB5014668 während des Vorgangs nämlich nicht nachzuladen und installierbar, scheitert möglicherweise das gesamte Upgrade.
Lösung: Microsoft hat das Problem bislang nicht bestätigt. Als Workaround soll es helfen, Windows 11 per Inplace-Upgrade zu installieren. Dabei bleiben installierte Apps und bisherige Einstellungen erhalten.

Probleme mit dem IE-Modus

Lösung: Der Fehler wurde Ende Juni durch einen Rückruf des schadhaften Updates per Known Issue Rollback (KIR) behoben. Unternehmen, in denen das Problem weiterhin besteht, können es mit einer korrigierten Gruppenrichtline beseitigen.

WLAN-Hotspot-Funktion gestört

Seit dem Juni-Patchday klagten Windows-User über Probleme im Zusammenhang mit dem Update KB5014697 für Windows 11. Seitdem ließ sich Windows nicht mehr zuverlässig als mobiler Hotspot zum Teilen einer WLAN-Verbindung nutzen. Wie Microsoft bestätigte, verlor das Betriebssystem die Internetverbindung, sobald sich ein Gerät mit dem Hotspot verband.
Lösung: Installieren Sie das optionale Update KB5014668. Darin hat Microsoft den Fehler behoben.

Anmeldeprobleme bei Microsoft 365

Lösung: Die außerplanmäßigen Updates KB5016138 (Windows 11) und KB5016139 (Windows 10) beheben das Problem. Microsoft verteilt sie seit dem 20. Juni 2022 ausschließlich an Geräte mit ARM-Prozessoren. Sie müssen also nur das automatische Update abwarten oder eine Suche in Windows-Update starten. Alternativ überspielen Sie den passenden Patch manuell aus dem Microsoft Update Katalog. Zuvor hatte Microsoft als Workaround das Ausweichen auf die Web-App des betroffenen Dienstes empfohlen, etwa OneDrive, Microsoft Teams und Outlook.com.

Autorisierungsprobleme in der Domäne

Seit der Veröffentlichung des Updates KB5013943 am Mai-2022-Patchday berichteten zahlreiche User von Anmeldeproblemen innerhalb von Firmen-Netzwerken. Wie Microsoft bestätigte, schlug die Autorisierung mit den Protokollen NPS, RRAS, EAP und PEAP fehl, weil Windows Schwierigkeiten mit der automatischen Zuordnung von Nutzer-Zertifikaten hatte. Das Problem betraf nur Server-Versionen von Windows, die als Domänencontroller verwendet wurden; Heimanwender waren nicht betroffen.
Lösung: Microsoft hat außerplanmäßige Updates für die betroffenen Windows-Versionen bereitgestellt (siehe unten), die das Problem beheben. Der bisherige Workaround, Zertifikate über Active Directory manuell den entsprechenden Geräten zuzuweisen, ist nicht mehr nötig. Microsoft empfiehlt Administratoren, solche manuellen Zuweisungen wieder zu entfernen und eines dieser Updates zu installieren:

Abgesicherter Modus bringt Explorer-Probleme

Mit dem optionalen Update KB5012643 lieferte Microsoft ab 25. April 2022 einen schwerwiegenden Fehler aus, der den abgesicherten Modus in Windows 11 unbrauchbar machte. Inzwischen hat der Konzern aus Redmond (USA) den Fehler bestätigt und das Update zurückgezogen. Demnach störte der Fehler auch andere Programme, die auf dem Prozess Explorer.exe basieren. Sie liefen instabil – etwa der Windows-Explorer, das Startmenü und die Taskbar. Das Problem betraf nur den Start des abgesicherten Modus ohne Netzwerktreiber und ließ sich durch Wahl der Option mit Netzwerktreibern umgehen.
Lösung: Microsoft behob das Problem mit mehreren Updates, die ab dem Mai-2022-Patchday installiert wurden, etwa dem jüngsten Sicherheit-Patch. Vor dem Patchday wurde das fehlerhafte Update auf vielen Geräten bereits per Known Isssue Rollback (KIR) rückgängig gemacht.

App-Abstürze wegen Direct3D 9

Zu den oben beschriebenen Fehlern um das Update KB5012643 kommt ein weiterer hinzu. Wie Microsoft bestätigt, können Apps, die die Schnittstelle Direct3D 9 verwenden, abstürzen oder weitere Probleme bekommen. Betroffen seien aber nur PCs mit bestimmten GPUs (Grafikkarten), dort erscheint dann möglicherweise in der Ereignisanzeige unter Windows-Protokolle und Anwendung ein Eintrag zum Modul d3d9on12.dll mit dem Fehlercode 0xc0000094.

Inkompatibilität mit VirtualBox

Direkt nach der Veröffentlichung von Windows 11 im Oktober 2021 hatte Microsoft Probleme mit der Virtualisierungssoftware VirtualBox bestätigt. Weil virtuelle Computer aufgrund einer Inkompatibilität mit Windows Hypervisor und Hyper-V nach dem Upgrade auf Windows 11 nicht mehr starteten, verhängte Microsoft eine Update-Sperre (compatibility hold) für betroffene Geräte. Da Hersteller Oracle das Problem inzwischen beseitigt hat, hob Microsoft die Sperre nun auf.
Lösung: Damit das Upgrade auf Windows 11 angeboten wird, stellen Sie sicher, dass VirtualBox 6.1.28 oder höher installiert ist. Installieren Sie gegebenenfalls die aktuelle Version von VirtualBox.

Outlook-Suche funktioniert nicht

Schon länger macht Outlook unter Windows 11 Probleme. Anfänglich lieferte die Outlook-Suche keine Ergebnisse oder sorgte für Programm-Abstürze. Betroffen waren Outlook für Microsoft 365, Outlook 2019 und Outlook 2016 im Zusammenspiel mit POP3- sowie IMAP-Mailkonten, bei denen die Nachrichten in PST-/OST-Speicherdateien abgelegt werden. Der Fehler ließ sich vorläufig nur durch Abschalten der Windows-Desktopsuche umgehen. Nachdem Microsoft ihn zunächst in Windows 10 behoben hatte, lieferte der Konzern Anfang Februar 2022 mit dem Update KB5010386 auch für Windows 11 einen Bugfix. Die die Outlook-Suche zeigte wohl vielfach weiterhin keine aktuellen Mails, sodass Microsoft mit einem weiteren Update nachlegen will.

Mangelhafte Datenlöschung

Wer einen Computer verkaufen oder entsorgen will, setzt auf Wunsch Windows sicher zurück und löscht damit laut Microsoft persönliche Daten unwiederbringlich. Im Februar 2022 stellte ein niederländischer Windows-Experte fest, dass die sichere Datenlöschung in Windows 11 (und Windows 10 ) eine fatale Schwachstelle hat, weil ältere Dateiversionen im “Windows.old”-Ordner davon unberührt bleiben. Mit dem März-2022-Patchday behob Microsoft die Sicherheitslücke.

Probleme mit AMD-Prozessoren

Bei Geräten mit AMDs Ryzen-Prozessoren kam es nach dem Update auf Windows 11 zu Leistungseinbußen. Deren Performance brach unter dem neuen Betriebssystem im schlimmsten Fall um bis zu 15 Prozent ein.

Probleme mit HDR-Monitoren

Das Update auf Windows 11 brachte Darstellungsfehler auf einigen HDR-Bildschirmen. Wie Microsoft bestätigte, tritt das Problem vor allem bei der Bearbeitung von Bildern mit weißen Flächen auf, die gelblich oder andersfarbig erscheinen. Ursache sind laut Windows-Hersteller Win32-Schnittstellen, die unter bestimmten Bedingungen Fehler oder unerwartete Informationen melden.
Lösung: Installieren Sie das optionale Update KB5008353.

VPN-Probleme

Lösung: Installieren Sie das Update KB5010795.

Drucken über Print-Server

Im Sommer und Herbst 2021 suchte Microsoft eine Pannenserie beim Drucken heim. Eines der Probleme betraf Druckerverbindungen über Print-Server, wie sie häufig in Büroumgebungen anzutreffen sind.

Lösung: Installieren Sie das Update KB5007262.

Kaspersky startet nicht

Lösung: Installieren Sie das Update KB5007262.

Bluescreens mit Intel SST

Microsoft bestätigte Kompatibilitätsprobleme zwischen Windows 11 und einem Audiotreiber von Intel, die zu Fehlermeldungen und Bluescreens beim Upgrade auf Windows 11 führen. Die betroffenen Treiber sind unter der Bezeichnung “Intel Smart Sound Technology (Intel SST) Audio Controller” unter Systemgeräte im Geräte-Manager zu finden und tragen die interne Bezeichnung IntcAudioBus.sys. Betroffen sind die Versionen 10.29.0.5152 und kleiner sowie 10.30.0.5152 und kleiner.

Lösung: Bis zur endgültigen Problembehebung verhängte Microsoft einen Windows-11-Update-Stopp für betroffene Geräte. Als Workaround empfiehlt der Hersteller die Aktualisierung des installierten Treibers auf die Version 10.29.00.5714 beziehungsweise 10.30.00.5714. Danach besteht das Problem laut Microsoft nicht mehr – und Windows 11 lässt sich installieren.

Snipping Tool und weitere Inbox-Apps starten nicht

Aufgrund eines veralteten Microsoft-Zertifikats ließen sich seit dem 1. November 2021 einige Inbox-Apps wie das Snipping Tool, die Bildschirmtastatur, die Spracheingabe (Voice Typing), der Emoji-Picker, der Input Method Editor sowie die Apps “Erste Schritte” und Tipps nicht mehr starten.

Lösung: Es gibt einen Patch, der das Problem beheben soll.

Drucker-Einrichtung über HTTP

Lösung: Installieren Sie das optionale Update KB5006746.

Drucker-Einrichtung über IPP

Lösung: Installieren Sie das optionale Update KB5006746.

Druck mit Standardeinstellungen

Lösung: Installieren Sie das optionale Update KB5006746.
Lösung: Installieren Sie das optionale Update KB5006746.

Côc-Côc-Browser

Der vietnamesische Freeware-Browser startete unter Windows 11 nicht oder verursachte andere Probleme. Daher verhängte der Konzern für betroffene Geräte eine vorläufige Update-Sperre (compatibility hold), bis das Problem behoben war.

Lösung: Installieren Sie das optionale Update KB5006746.

Registry-Werte mit Sonderzeichen

Im Zuge der Untersuchungen zu Côc Côc stellte sich heraus, dass Sonderzeichen (non-ASCII characters) in den Registry-Werten des Programms verantwortlich waren. Laut Microsoft betraf das Problem auch andere Apps.
Lösung: Installieren Sie das optionale Update KB5006746.

Probleme mit Intels Netzwerk-Software Killer und VPNs

Wer Intels Netzwerk-Software Killer nutzt, musste unter Windows 11 Geschwindigkeitseinbußen hinnehmen. Kompatibilitätsprobleme sorgten dafür, dass UDP-Pakete verloren gingen. Das führte zu Verzögerungen bei Übertragungen über dieses Protokoll. Gleiches trat unter Umständen bei VPN-Programmen auf, die auf dem UDP-Protokoll basieren.

Hohe Systemlast

Einige Nutzer berichten von hoher Ausnutzung des Arbeitsspeichers und daraus resultierenden Performance-Einbußen. Schuld ist der Windows Explorer.

Lösung: Installieren Sie das optionale Update KB5006746.

Neben den offiziellen Problemberichten von Microsoft liefern Dritthersteller immer wieder Hinweise auf mögliche Bugs im Zusammenhang mit Windows 11. Die führen nicht zu einer Update-Sperre, betroffene User sollten dennoch mit einem Umstieg auf Windows 11 warten, bis die Probleme behoben sind:

Stotternde AMD-Prozessoren

Obwohl Microsoft die Performance-Probleme mit Ryzen-CPUs behoben hat (siehe oben), klagten Besitzerinnen und Besitzer der AMD-Prozessoren weiter über Leistungseinbußen wie Ruckler und Tonstörungen. Wie AMD bestätigte, kommt es unter Windows 11 zu vermehrten Speicherzugriffen auf dessen TPM-2-Modul fTPM. Diese können das System kurzzeitig ins Stocken bringen, sodass es nicht mehr auf Eingaben reagiert.
Lösung: AMD hat Mitte Juni 2022 ein BIOS-Update veröffentlicht, das die Probleme beheben soll. Der jeweilige PC- beziehungsweise Mainboard-Hersteller stellt es bereit.

Falls Sie für Ihren Computer noch kein BIOS-Update finden, gibt es eine Zwischenlösung – den Umstieg von der UEFI-Lösung fTPM auf ein Hardware-TPM-Modul (dTPM). Bei der nötigen Abschaltung von fTPM im BIOS-Setup drohen jedoch Probleme mit aktiven TPM-Verschlüsselungsfunktionen. Falls Sie etwa Microsofts BitLocker-Verschlüsselung oder Windows Hello nicht nutzen, können Sie fTPM deaktivieren: Klicken Sie im Windows-Startmenü auf Ein/Aus, bei gedrückter Shift-Taste auf Neu starten, in der Wiederherstellungsumgebung auf Problembehandlung, Erweiterte Optionen, UEFI-Firmwareeinstellung und Neu starten. Im UEFI-BIOS stellen Sie die Option “fTPM” auf “Disable(d)” – zu finden meist unter TPM oder im Menü Advanced unter CPU Configuration. Drücken Sie die Tasten F10 und Enter, um Windows neu zu starten.

SSD-Performance-Probleme

Seit Monaten klagen Besitzer schneller SSD-Laufwerke über teilweise extreme Performance-Einbußen unter Windows 11. Microsoft hatte das Problem schon im November 2021 bestätigt und mit dem Update KB5007262 adressiert. Ursache seien demnach unnötige Aktionen bei Schreibzugriffen, die die Leistung sämtlicher Laufwerke (NVMe, SSD, Harddisk) unter Windows 11 einschränken, hervorgerufen durch das obligatorische NTFS USN Journal auf dem Systemlaufwerk C:. Wie Winfuture berichtet, hat Microsoft das Problem mit dem Mega-Update vom 25. Januar 2022 behoben.
Lösung: Installieren Sie die optionale Aktualisierung KB5008353.

Conexant-Audiotreiber

Wie schon unter Windows 10 gibt es Probleme mit Audiotreibern von Conexant, die das Upgrade auf Windows 11 verhindern.

USB-Drucker

Wie Borncity berichtete, erkannte das Betriebssystem zahlreiche Drucker nach dem Upgrade auf Windows 11 nicht mehr, wenn sie per USB verbunden waren. Betroffen waren demnach Geräte der Hersteller Brother, OKI, HP, Canon, Epson.

Lösung: Der Hersteller Brother empfahl seiner Kundschaft, auf eine andere Verbindung wie den kabellosen Druck auszuweichen, bis das Problem behoben ist. Das entsprechende Support-Dokument wurde inzwischen jedoch gelöscht. Ob Microsoft den Fehler mit den weiteren Drucker-Problemen (siehe oben) behoben hat, ist nicht bekannt. Der Hersteller hat ein spezielles USB-Problem nie offiziell bestätigt.

Die Version Windows 11 22H2 soll in der zweiten Jahreshälfte erscheinen, ist aber schon fertig und für erste User verfügbar. Das Funktions-Update behebt zahlreiche Schwachpunkte im ursprünglichen Windows 11, ist jedoch selbst wohl nicht fehlerfrei. Hier die bereits bekannten Probleme im Überblick:

Nicht unterstützte PCs erhalten das Update

Windows 11 22H2 erhielt kürzlich den Status “Release Preview” (Veröffentlichungsvorschau) und wird bereits Firmenkunden sowie allen Teilnehmern des Windows Insider Programms angeboten, die aktiv nach Updates suchen. Wie Neowin berichtet, erscheint das Update-Angebot aber auch auf Windows-10-Geräten, die die Windows-11-Systemanforderungen nicht erfüllen. Zahlreiche Betroffene rieben sich wohl verwundert die Augen, und manche dürften sich schon über Microsofts vermeintlichen Sinneswandel gefreut haben. Doch zu früh gefreut: Via Twitter meldete der Konzern nun, dass es sich um einen Fehler handelt.
Lösung: Eine Problembehebung seitens Microsoft gibt es bislang (Stand: 9. Juni 2022) nicht. COMPUTER BILD empfiehlt: Wer das unberechtigte Update genutzt hat, sollte es rückgängig machen. Andernfalls drohen Probleme mit künftigen Updates.

Update bleibt stehen

Einige Windows-11-User, die das 22H2-Update einspielen wollen, stoßen dabei auf altbekannte Probleme. Wie Winfuture berichtet, gerät die Installation des Updates ins Stocken und bleibt zum Beispiel bei 49 oder 61 Prozent stehen. Schuld ist laut Bericht ein alter Bekannter: Wie schon bei Windows 10 und Windows 11 21H1 (siehe unten) stören Audiotreiber des Herstellers Conexant das Upgrade auf die neue Betriebssystemversion.
Lösung: Um das 22H2-Update installieren können, müssen die Geräte entfernt und deren Treiber deinstalliert werden. Beachten Sie dazu den bekannten Workaround.



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