Samsung Galaxy Buds2 Pro im Test: So sehen Sieger aus!


Samsung hat sich am Markt für In-Ear-Kopfhörer festgespielt und sticht die namhafte Konkurrenz reihenweise aus. Selbst große Namen wie Apple und Sony haben gegen die oft günstigen Produkte der Südkoreaner das Nachsehen. Wobei Samsung auch teuer kann: Die neuen Galaxy Buds2 Pro liegen mit rund 230 Euro im oberen Regal. Gehören sie da qualitativ hin? Leider gibt es einen großen Haken. Welchen, verrät der Test von COMPUTER BILD.

Die besten True-Wireless-In-Ear-Kopfhörer





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Klein, leicht und wasserdicht

Die Samsung Galaxy Buds2 Pro sind nicht etwa die Pro-Variante des Galaxy Buds 2 aus dem Jahr 2021, sondern die Nachfolger der starken Galaxy Buds Pro. Und die Veränderungen fangen bereits beim Aussehen an: Die Galaxy Buds2 Pro sind kleiner und leichter – ein Kritikpunkt beim Vorgänger. Mit gerade einmal 5,7 Gramm pro Bud fallen die In-Ears kaum ins Gewicht. Mit wechselbaren Silikongummis sitzen die Buds dicht in den Gehörgängen. Samsung liefert nur drei unterschiedliche Größen mit, auf Schaumstoff-Aufsätze hat man verzichtet. Schade, denn für den Preis ist mehr möglich, wie beispielsweise die Beyerdynamic Free Byrd bei fast gleichem Preis beweisen.
Samsung Galaxy Buds2 Pro

Die neuen In-Ears sind kleiner und leichter als noch die Vorgänger Galaxy Buds Pro.

So hoch der Tragekomfort, so hoch die Sporttauglichkeit. Dank des geringen Gewichts und einem sicheren Halt eignen sich die Buds2 Pro perfekt für sportliche Aktivitäten. Die dürfen ruhig schweißtreibend ausfallen, denn dank der Schutzklasse IPX7 sind die Kopfhörer sogar wasserdicht bis zu 1 Meter Tiefe und für bis zu 30 Minuten. Regen oder gründliche Reinigung machen der Technik wenig aus.

Angenehme Stille, stürmischer Transparenzmodus

Für Ruhe im Alltag sorgt bei den Buds2 Pro eine aktive Geräuschunterdrückung, kurz ANC (Active Noise-Cancelling). Dabei erfassen die Buds mit ihren eingebauten Mikrofonen Geräusche der Umgebung und produzieren dazu gegenläufige Schallwellen. Die löschen durch Überlagerung den Lärm aus und sorgen für eine angenehme Stille. Die neuen Buds isolieren genauso gut wie etwa die Apple AirPods Pro. In Kombination mit Musik hört man von der Umgebung erst recht nichts mehr. Netter Nebeneffekt: Die Wiedergabe muss nicht zu laut eingestellt werden, was auf lange Sicht die Lauscher schont.
Samsung Galaxy Buds2 Pro

Mit gerade 5,7 Gramm pro Bud fallen die In-Ears kaum im Ohr auf. Der Tragekomfort ist entsprechend hoch.

Auf Wunsch geht es in die andere Richtung: Für mehr Aufmerksamkeit im Büro oder Sicherheit im Straßenverkehr gibt es einen Transparenzmodus, der Geräusche über Mikrofone direkt abspielt. Aber Achtung: Laufen Sie nicht zu schnell! Die Mikrofone liegen leider so, dass sie jeglichen Fahrtwind als Rauschen übertragen – selbst wenn Sie nur gemütlich durch den Park oder die Fußgängerzone bummeln.

Ordentliche Akkulaufzeit

Für lange Spaziergänge hat Samsung ordentliche Akkus eingebaut: Mit einer vollen Ladung kommen die Galaxy Buds2 Pro fast sieben Stunden durch den Tag. Damit liegen sie etwa gleichauf mit dem Vorgänger. Dieser solide Eindruck setzt sich auch bei der Schnellladung fort: Nach zehn Minuten in der Dose kamen die In-Ears weitere zwei Stunden über die Runden.

Die kleine und ebenfalls leichte Lade- und Transportbox erweitert die Einsatzzeit laut Samsung auf bis zu 18 Stunden – wohlgemerkt bei aktiviertem ANC. Wer die zusätzliche Portion Ruhe nicht braucht, der kommt deutlich länger über die Runden. Auf Wunsch lässt sich das Case via USB-C oder kabellos über eine Qi-Platte laden.

Meisterlicher Klang

Für den Klang war einmal mehr die 100-prozentige Samsung-Tochter AKG zuständig, wie die Südkoreaner sogar selbstbewusst in die Ladedose schreiben. Und dieser Stolz ist durchaus berechtigt: Kein In-Ear klang im Test bei COMPUTER BILD bisher besser. Die Wiedergabe ist klar, detailreich und sehr ausgewogen. Der Bass gut dosiert, präzise und tief, die Höhen sauber, Stimmen unverfälscht. Klasse!

Samsung Galaxy Buds2 Pro

Auch das Ladecase ist klein, kompakt und nicht allzu schwer. So passt es problemlos in fast jede Hosentasche.

Simple Steuerung

Bei der Steuerung hält es Samsung einfach: Die Galaxy Buds2 Pro reagieren auf Tipp-Befehle. Darüber startet und pausiert man die Wiedergabe, springt zwischen Titeln oder wechselt zwischen Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus. Letztere Option lässt sich aber bei Bedarf in der App einfach ändern, um etwa die Lautstärke zu erhöhen oder zu mindern. Auch für Menschen, die häufig ihre Geräte wechseln, hat Samsung ein Herz: Mit einem Klick klappt der Wechsel zwischen zuvor verbundenen Smartphones und Tablets.

Starke Ausstattung – für Galaxy-Kunden

Einer der größten Pluspunkte der Galaxy Buds2 Pro ist gleichzeitig ein großer Nachteil: die Ausstattung. Auf dem Papier bieten die In-Ears 3D-Klang für eine räumliche Wiedergabe aus jeder erdenklichen Audioquelle – egal, ob Spotify, YouTube oder Netflix. Und die hörbare Erweiterung macht echt Spaß. Außerdem an Bord: Headtracking für ein realistisches Hörerlebnis. Dabei wird der Klang auf Knopfdruck im virtuellen Raum verankert. Der Klang kommt dann konstant aus einer gleichbleibenden Richtung, egal wie Sie den Kopf gerade drehen. All diese Dinge sind allerdings exklusiv für treue Anhänger von Samsung-Galaxy-Handys – und selbst dann ausschließlich in den neusten Versionen. Denn für diese technischen Highlights wird Samsungs hauseigene Android-Variante One UI mindestens ab Version 3.1 benötigt, die Optionen für 3D und Headtracking gab es im Test erst ab One UI 4.0. Gleiches gilt übrigens auch für die von Samsung versprochene Hi-Res-Qualität mit 24 Bit. Neben der technischen Hürde benötigen Interessierte noch passende Musik. Ob Nutzerinnen und Nutzer dann einen Unterschied zur Wiedergabe mit 16 Bit hören, steht noch einmal auf einem anderen Blatt.
Samsung Galaxy Buds2 Pro

Die App ist umfangreich und bietet viele tolle Funktionen – für Android-Smartphones. Technische Highlights wie 3D-Klang und Headtracking erfordern ein aktuelles Galaxy-Handy von Samsung.

Das ist sehr ärgerlich, denn generell offeriert Samsung viele tolle Ideen, wie die App “Galaxy Wearable” beweist. Die bietet nicht nur einen Equalizer zur Klanganpassung, Akkustände, eine Stöpsel-Suche oder einen Passform-Check, sondern zusätzlich einen Konversationsmodus für Gespräche oder Änderungen bei der Steuerung. Mit dabei sind auch richtig coole Ideen wie eine regelmäßige Erinnerung an Nackendehnübungen, um die Muskulatur zu entspannen und Kopfschmerzen vorzubeugen. Für Menschen mit Hörschädigungen sind Anpassungen bei der Ton-Balance möglich, falls Sie beispielsweise auf dem linken Ohr weniger hören. All das bekommen alle Android-Nutzer, auch wenn kein One UI bereitsteht. Apple-Nutzer mit dem Betriebssystem iOS schauen hingegen komplett in die Röhre. In diesem Fall hilft eine Ersteinrichtung über ein Android-Smartphone, etwa bei Freunden oder der Familie.

Preis und Verfügbarkeit

Die Samsung Galaxy Buds2 Pro sind zum Verkaufsstart in Weiß, Schwarz (Graphit) und Lila (Bora Purple) erhältlich. Der Vorverkauf läuft seit dem 10. August 2022, der offizielle Verkaufsstart beginnt am 26. August. Der Preis liegt bei 229 Euro.

Samsung

Galaxy Buds 2 Pro SM-R510

  • Hervorragender Klang
  • Erstklassige Geräuschunterdrückung
  • Funktionseinschränkungen ohne Galaxy-Smartphone
  • Keine App für iOS

Samsung Galaxy Buds2 Pro Test: Fazit

So sehen Sieger aus! Die Samsung Galaxy Buds2 Pro düpieren die Konkurrenz in quasi allen Bereichen. Der Klang ist spitze, die aktive Geräuschunterdrückung sorgt für absolute Ruhe. Die In-Ears sind schick, tragen sich gut und sind wasserdicht. Dazu kommen tolle Funktionen wie 3D-Klang und Headtracking. Doch hier liegt der größte Kritikpunkt: Für wirklich alle Features braucht man zwingend ein aktuelles Samsung-Galaxy-Gerät. Android-Handys unterliegen kleineren Einschränkungen, iOS-Nutzer bekommen gar keine App-Unterstützung. Testnote: 1,3

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